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Hoffnungsvoll bleiben in der Depersonalisation

Hoffnungsvoll in schweren Zeiten

Kann man hoffnungsvoll bleiben in der Depersonalisation? Wo bleibt die Hoffnung wenn alles ausweglos erscheint? Gibt es überhaupt einen Grund dazu?

Was wenn schon alles so gut ausgeschaut hat und ich wieder einen derben Rückschlag erlebe?

Egal, wie individuell euer Problem in der DP/DR ist und wie wenig Hoffnung euch aktuell bleibt, nehmt euch das klein bisschen Zeit und lest euch meine 3 wichtigsten Ratschläge zum Thema „Hoffnungsvoll bleiben in der Depersonalisation“ durch…

glaubt mir, ihr seid nicht alleine, ich habe das alles schon durch…

1. Raus aus der Panik!

…und einmal tief durchatmen. Kein Grund gleich hoffnungslos zu werden. Ich weiß, wie überwältigend dieses Gefühl von Unwirklichkeit sein kann. Aber Panik und Angst, in die man sich hineinsteigert helfen eurem Zustand gar nichts. Auch wenn ihr noch so oft ängstlich erschrickt vor verschiedenen Gedanken und Erinnerungen oder körperlichen Zuständen, versucht ruhig zu bleiben und euch zu erden. Mir half es da zB. nicht alleine zu sein, wenn ich Angst hatte alleine zu sein, und mir alles so zu richten, dass ich einigermaßen entspannen konnte. Dann hab ich mir etwas gesucht, dass mir half mich etwas abzulenken…sei es ein Hörbuch mit einer beruhigenden Stimme, Puzzle machen oder Musik machen, Sport…was auch immer…Yoga, Achtsamkeitsübungen. Alles was erdet und euch Beruhigung schenkt, ist super! Bleibt hoffnungsvoll und achtet auf euch.

 2. Warum wird es nicht besser?

Mein gut gemeinter Tipp an dich: Versuche so gut es geht nicht ständig darüber nachzudenken ob Dinge gerade besser werden oder wieder eine Katastrophe sind. Dieses ständige auf und ab ist im „normalen Leben“ ganz normal aber wenn während der DP mal irgendwas passiert, ist das gleich ein Weltuntergang. Ich hab jeden morgen als erstes gecheckt, ob die DP noch da ist und solange ich das getan habe, war sie immer da…erst als ich mich nicht mehr um dieses komische Gefühl in mir gekümmert habe (nach Monaten) hab ich eine Besserung erlebt. Es ist eine Art Kontrollzwang den ich empfehle abzulegen. Stellt euch vor ihr wurdet verlassen und ihr habt den schlimmsten Liebeskummer. Wenn ihr euch immer wieder sagt: „Warum hat er/sie mich verlassen? Warum nur, warum?“ Glaubt ihr, dass dieses Gefühl dann nachlässt? Nein, es manifestiert sich, weil ihr es so präsent macht. Aber kein Grund hoffnungslos zu werden, selbst der schlimmste Liebeskummer geht vorüber, so ist es auch mit der DP/DR, auch wenn man es sich im Moment nicht vorstellen kann.

3. Versteht mich denn jemand?

Das Gefühl verstanden zu werden war für mich sehr wichtig. Ich habe mir professionelle Hilfe geholt und auch das lauschende Ohr von Familie und Freunden denen ich vertraut habe und die mich ernst nahmen. In Büchern, auf Blogs oder von Ärzten/Therapeuten zu hören, dass dieser Zustand okay, normal und temporär ist, hat mich immer wieder beruhigt, wenn die Panik wieder zurückkam. Was ich allerdings nicht empfehle ist zielloses herumfragen à la: wie lange hat das bei dir gedauert? kennst du das auch genau so? Hast du gehört von jemandem, der nie wieder hinauskam aus der DP? – alles was das macht ist euch wertvolle Kraft und Hoffnung zu rauben, die nicht geraubt werden müsste, denn ich glaube nichts läuft so individuell ab, wie die Genesung von DP/DR. Jeder reagiert anders. Jedem helfen andere Dinge und jeder Mensch hat andere Probleme aufzuarbeiten. Es sei euch gesagt, es gibt genug da draußen, die mindestens genauso verrückte Dinge, mindestens genauso intensiv und beängstigend wahrnehmen wie ihr. Und Menschen wie ich, haben das auch mindestens so schlimm erlebt und sind da rausgekommen. Das klingt doch gut, oder? 🙂

Es gibt so viele Gründe hoffnungsvoll in der Depersonalisation zu bleiben…

Ich denke, diese Liste wird von mir noch erweitert werden, denn es gibt hunderte Gründe hoffnungsvoll in der Depersonalisation zu bleiben. Egal, welche Gegenargumente man mir bringt. Ich bin davon überzeugt, dass die DP/DR zu überlisten ist.

Ein sehr persönlicher fact ist, dass ich selbst eine Zeit lang nicht mehr leben wollte, weil mich dieser Zustand so überfordert hat, weil ich das Gefühl hatte ich kann nicht mehr. Ebenso, war es schlimm zu erleben, dass ich Phasen hatte, in denen ich Fortschritt machte und dann die DP (gefühlt) 10x schlimmer zurückkam. Natürlich entmutigt das im ersten Moment, aber es gibt keinen Grund sich entmutigen zu lassen. Es gilt zu entspannen, auf sich zu achten und den Kampf weiter aufnehmen, wenn das auch in Wirklichkeit nur bedeutet, einfach mal auf die DP zu sch*****. Denn in Wirklichkeit ist sie nur so groß und intensiv wie ihr sie selbst macht. Ja, ihr produziert diese Gefühl in euch, niemand anders.

Menschen haben einen Autounfall und empfinden DP, aber das normalisiert sich schnell wieder bei ihnen, weil sie es als Schutz und als passend in dieser Situation empfanden. Bei anderen, wie mir und vielleicht auch dir, ist es eben eskaliert. Kein Grund hoffnungslos zu werden. Es liegt an dir. Du kannst den Zustand verändern. Indem du aber nicht krampfhaft versuchst ihn loszuwerden, sondern mal drauf vertraust, dass Menschen wie ich, und dein/e TherapeutIn wohl recht haben, wenn sie sagen, das wird alles wieder…<3

Seid ihr wieder ein wenig hoffnungsvoll? Wenn ihr existentialistische Gedanken habt, die euch plagen, schaut mal hier vorbei. Meine ganze Story könnt ihr euch hier auf Video anschauen.

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