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Spieglein, Spieglein an der Wand…

Ich habe es schon oft angesprochen. Der Spiegel und ich waren während der DP nicht die besten Freunde, oder eher noch – ziemliche Feinde. Ich konnte kaum vor dem Spiegel stehen und mich darin anschauen, das hat mich dermaßen entfremdet und verängstigt. Das ging auch am längsten so dahin, als es mit DPDR schon viel besser wurde…

Das Spiegelthema war für mich also ein Großes – weil ich’s mir selbst so groß und schlimm gemacht habe. Jedesmal habe ich mich extrem erschrocken und das Thema wurde immer größer. Und dieses sich schrecken – das sollte man wohl mal genauer analysieren. Wie wäre es, wenn ich in den Spiegel schaue, das von mir abgespeicherte Angstgefühl kommt wieder und der dazugehörige Gedanke „Oh mein Gott“, aber ich kann ihn identifizieren als Angst und schraube die Beurteilung runter. In dem ich mir bewusst innerlich sage: Das ist gerade wieder dieses beklemmende Angstgefühl, diese Situation vor dem Spiegel habe ich nicht gerne/fällt mir schwer, aber rein objektiv, ändert sich nichts, außer, dass ich plötzlich das sehe, was sowieso immer da ist.

Ich bin sicher, brauche keine Angst haben und darf nun gelassen wieder am Spiegel vorbeigehen. 

So oder in dieser Art habe ich dem immer und immer wieder versucht mehr an Bedeutung zu nehmen. Das ist am Ende des Tages nix anderes wie wenn jemand Höhenangst hat. Es ist ja nur die eigene Bewertung, dass das vor dem Spiegel stehen das SCHLIMMSTE ist, was man jemals erlebt hat. Für jemand anderen ist es Bungee Jumping bzw. nur alleine der Gedanke daran. Ich weiß schon, dass man seine eigene innere Liste führt was für einen schlimm ist und was nicht und vielleicht denkst du dir beim Bungee Jumping: phew, ich hab andere Probleme. Aber darum genau geht’s. Das eine relativiert man, das andere NOCH nicht 🙂 Dasselbe gilt übrigens auch für Zwangsgedanken. Wirklich dasselbe Konzept. Zulassen und einen positiven, angstnehmenden inneren Monolog führen. Da musste ich durch und mich überwinden, aber es wird eben niemand anderer für einen machen, außer man selbst. Und nichts wozu man sich überwinden muss, macht Spaß und ist leicht, sonst müsste man sich nicht überwinden 😉

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