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Zwangsgedanken: Meine Tipps // Compulsive thoughts: my advice

Wälder mit einem See

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Depersonalisation und dann auch noch Zwangsgedanken?

Damit ist man kein Einzelfall! Vielleicht sind sie euch auch schon mal über den Weg gelaufen. Diese Gedanken, die sich intensiv aufdrängen. Man erkennt es daran, dass sich ein Gedanke ganz plötzlich entwickelt, einen einnimmt und nicht mehr loslässt.

Die Gedanken können alles mögliche beinhalten. Fragen über das Leben, die Existenz, Eltern, Partner, Freunde, Fremde… Meist verliert sich der Betroffene dann in gewissen Denkmustern rund um dieses Thema. Es entsteht das Bedürfnis diesen Gedanken entweder loszuwerden und abschütteln zu können oder es zu schaffen die darin enthaltene Frage zu beantworten.

Viele Leidende haben Angst, den Bezug zur Realität zu verlieren, so schlimm können diese Gedanken sein. Doch wenn man begreift, dass Zwangsgedanken, nichts mehr als Gedanken sind, die in einem durch Unterdrückung von Gefühlen entstehen, wird man sie wieder los.

Hier möchte ich euch ein paar persönliche Tipps zum Umgang mit Zwangsgedanken geben:

#1 Distanz wahren

Man glaubt gerne, dass das was so gedanklich aus einem raussprudelt, die neue Realität ist. Beispiel: Es kommt einem der Gedanke, dass man in einem Traum lebt, weil man sich benommen fühlt und es einen an einen Traumzustand erinnert. Fakt ist: das per se hat keinerlei Aussagekraft. Es gibt einen Unterschied zwischen diesen Gedanken und der Realität dahinter. Wenn man sich sagt: „Ich denke, dass ich in einem Traumzustand bin.“, hilft es sich bewusst zu machen, dass man dies nur denkt. Es ist ein Gedanke und es spricht rein gar nichts dafür, dass es so ist. Gedanken sind nichts mehr als Gedanken.

#2 Verdrängung ist der falsche Weg

Die Angst sich in diesen Zwangsgedanken in der Depersonalisation zu verlieren, ist manchmal sehr groß. Man entwickelt dann oft einen Mechanismus, bei dem man versucht die Zwangsgedanken loszuwerden, um nicht vor lauter Angst das Gefühl zu bekommen, man verliere die Kontrolle. Das Problem ist, dass man nicht einfach beschließen kann, nicht an etwas zu denken, weil man daran nicht denken möchte.

Dazu gibt es das bekannte Beispiel des rosaroten Elefanten. Ich lade euch ein, gleich mal mitzumachen bei diesem Test. Alles was ihr tun müsst, ist jetzt in diesem Moment auf keinen Fall an einen rosaroten Elefanten zu denken… na, wie hat das geklappt? Wahrscheinlich nicht sehr gut. Vielleicht erinnert ihr euch heute auch noch einmal an dieses Beispiel und müsst erneut an den Rosa Elefanten denken. Unser Gehirn liefert uns random Gedanken. Besonders jene, die man nicht haben möchte, tauchen noch dazu am öftesten auf, weil man ja insgeheim an das denkt, worüber man nicht nachdenken möchte.

#3 Akzeptanz

Wie bei dem Thema mit der Angst, ist Akzeptanz ein wichtiger Punkt. Man kann versuchen die ungewollten, bedrohlichen Zwangsgedanken in der Depersonalisation Schritt für Schritt versuchen anzunehmen. Dies funktioniert, indem man sie nach Punkt #1 als reine Gedanken identifiziert. Weiters sich bewusst macht, dass sie nicht die Realität sind und werden. Stellt euch vor, ihr wärt der König oder die Königin eures Reichs, sitzt auf einem Thron, fühlt euch stark und mächtig. Nun lädt ihr die Gedanken ein, vor euch aufzutauchen, ihr betrachtet sie von eurem Thron aus, erkennt sie als Gedanken an und lässt sie anschließend als solche vor eurem inneren Auge weiterziehen. Ihr habt das Ruder in der Hand. Seid stolz auf euch, dass ihr es schafft, den Gedanken einfach an euch vorbeiziehen zu lassen und wenn er nochmal kommen möchte, dann ist das für euch auch kein Problem.

#4 Erwartungshaltung

Erwarte keine sofortigen Wunder bei Zwangsgedanken. Jeder Mensch kennt diese aufdringlichen Gedanken und sie können einen immer wieder belästigen. Einzelne Gedanken können wieder und wieder kommen, aber wenn man versteht, dass sie einem nichts anhaben können, schafft man es bald, Herr/Frau dieser Gedanken zu werden. Annehmen, vorbeiziehen lassen, sich stark fühlen.

#5 Hilfe holen

Sollte man sich so überfordert fühlen, dass man nicht mehr weiter weiß, ist es immer klug, sich professionelle Hilfe zu holen. Gerade die Verhaltenstherapie kann akut sehr hilfreich sein und auch längerfristig eine tolle Unterstützung bieten. Es gibt viele Anlaufstellen und Therapeuten, die sich mit diesem Thema wunderbar auskennen.

Hier kommt ihr zu meinen anderen Depersonalisationsbeiträgen.


Depersonalization and then also obsessive thoughts?

This is not an isolated case! Maybe they have run into you before. These thoughts that come to mind intensely. You can tell by the fact that a thought suddenly develops, takes you over and never lets you go.

The thoughts can include anything. Questions about life, existence, parents, partners, friends, strangers … Usually the person concerned then gets lost in certain thought patterns around this topic. There is a need to either get rid of this thought and shake it off or to be able to answer the question it contains.

Many sufferers are afraid of losing touch with reality, these thoughts can be so bad. But when you understand that obsessive thoughts are nothing more than thoughts that arise in you through the suppression of feelings, you get rid of them.

Here I would like to give you a few personal tips for dealing with obsessive thoughts:

# 1 Keep your distance
People like to think that what is bubbling out of you is the new reality. Example: It occurs to you that you live in a dream because you feel light-headed and it reminds you of a dream state. The fact is: that per se has no meaningfulness. There is a difference between these thoughts and the reality behind them. When you say, „I think I’m in a dream state,“ it helps to be aware that you are just thinking this. It is a thought and there is absolutely nothing to suggest that it is so. Thoughts are nothing more than thoughts.

# 2 Suppression is the wrong way
The fear of getting lost in these obsessive thoughts in depersonalization is sometimes very great. Then you often develop a mechanism in which you try to get rid of the obsessive thoughts, so as not to get the feeling of sheer fear of losing control. The problem is that you can’t just choose not to think about something because you don’t want to think about it.

There is also the well-known example of the pink elephant. I invite you to take part in this test. All you have to do is not to think of a pink elephant at this moment … how did it work? Probably not very well. Maybe you remember this example again today and have to think about the pink elephant again. Our brain gives us random thoughts. Especially those who you don’t want to appear most often because you secretly think about what you don’t want to think about.

# 3 Acceptance
As with the subject of fear, acceptance is an important point. One can try to accept the unwanted, threatening obsessive thoughts in depersonalization step by step. This works by identifying them as pure thoughts according to point # 1. Also, be aware that they are not and will not be reality. Imagine yourself as the king or queen of your empire, sitting on a throne, feeling strong and powerful. Now you invite the thoughts to appear in front of you, you look at them from your throne, recognize them as thoughts and then let them move on as such before your inner eye. You are in control. Be proud of yourself that you can just let the thought pass you by and if it wants to come back again, that’s no problem for you.

# 4 Expectations
Don’t expect immediate miracles from obsessive thoughts. Everyone knows these intrusive thoughts and they can bother you again and again. Individual thoughts can come again and again, but if you understand that they cannot harm you, you will soon be able to master these thoughts. Accept, let go, feel strong.

# 5 Get help
If you feel so overwhelmed that you don’t know what to do next, it is always wise to get professional help. Behavioral therapy in particular can be very helpful acutely and can also offer great support long term. There are many contact points and therapists who are very familiar with this topic (unfortunately not every professional yet – so choose wisely).

Here you can find my other depersonalization articles.

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